konfliktmanagment [Annuo ]

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konfliktmanagment

Hoʻoponopono

Ein „Verfahren“ welches auf Hawaii angewendet wird um Familienkonflikte „sanft“ zu beheben.

Nach einem Gebet werden die Probleme formuliert und die Verstöße angesprochen. Es wird erwartet, dass die Familienmitglieder ernsthaft an den Problemen arbeiten und dabei nicht an Fehlern festhalten. Ehrlichkeit (hawaiisch ʻoiaʻiʻo) ist eine Grundvoraussetzung für das Verfahren. Normalerweise moderiert ein Familienmitglied die Diskussion und stoppt sie (pau, „Stop“), wenn Streit ausbricht. Zum Nachdenken über die gefühlsmäßigen Verwicklungen und begangenen Verletzungen werden Schweigeminuten eingelegt. Die Gefühle eines/einer jeden sollen berücksichtigt werden. Dann erfolgen Schuldbekenntnisse, Reuebezeugungen (mihi) und Vergebungen (kala, „Befreiung“). Die Entschuldigung muss geglaubt und verziehen werden, unter Umständen mit Bedenkzeit. Man glaubt, dass Gott oder die Ahnen anwesend sind (man hat sie ja anfangs eingeladen), und dass sie eine unehrliche Entschuldigung oder eine abgelehnte Verzeihung prompt bestrafen. Der Respekt vor der Familie tut ein Übriges.

Zeigt sich, dass der gerade vergebenen Verletzung eine weitere zugrunde liegt, wird das Verfahren wiederholt (mahiki, „schälen“, wie bei einer Zwiebel), bis aller Groll beseitigt ist: „Jeder lässt jeden los“. Alle Anwesenden befreien sich von den Problemen (ʻoki, „abschneiden“), oft mit einem Gebet, und beenden das Ereignis durch ein zeremonielles Fest, genannt pani („Schluss“, „Tür“, „Deckel“). Dieses enthielt oftmals das Essen von Kala-Seegras (limu kala), symbolisch für das erfolgte Loslassen (kala).Wikipedia

konfliktmanagment.txt · Zuletzt geändert: 2013/02/17 19:20 von andre